Kick-off WOAL-Projekt
Mit einem Kick-off-Workshop am 8. Mai in Wien startete das
Forschungsprojekt „Wohnen ohne Alterslimit“ (WOAL-Initialstudie).
Unter Anderem wird in der Studie am Fallbeispiel untersucht, wie in einem gemeinschaftlich organisierten Wohnmodell solidarisches und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter stattfinden kann, auch bei Pflegebedürftigkeit und bis zum Lebensende.
Charlotte Dötig und Barbara Pichler gestalteten den Workshop gemeinsam mit Initiator:innen der Initiative WOAL.
Wissenschaftlicher Austausch auf Kongressen
Im ersten Halbjahr 2026 präsentierten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Stiftungsprofessur Pflegewissenschaft aktuelle Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Fachkongressen.
Den Auftakt bildete der Jahreskongress der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (9.–11. April 2026) in Wien, bei dem Sabine Pleschberger in der Session „Klinische und palliative Geriatrie im multiprofessionellen Kontext“ einen Vortrag zu „Richtungsweisende Pflege für die Neukonzeption von Palliative Care im Alter“
Beim EAPC World Congress (14.-16. Mai 2026) in Prag präsentierten Cornelia Brandstötter-Gugg und Marlene Werner wissenschaftliche Poster zu ihren Projekten. Als Mitglieder des Science Communication Teams betreuten sie zudem den Informationsstand des internationalen Projekts CODE-YAA@PC-EDU, das einen gemeinsamen Qualitätsstandard für die Aus- und Weiterbildung in der Palliative Care entwickelt.
Beim ÖGKV-Kongress (11.-12. Juni 2026) in Graz waren Cornelia Brandstötter-Gugg und Marlene Werner mit einem Workshop zum Thema Suizidassistenz und Pflege sowie einer Posterpräsentation vertreten.
Charlotte Dötig nahm als Vertreterin der Österreichischen Sektion für Gesundheits- und Medizinsoziologie am Dreiländerkongress für Gesundheits- und Medizinsoziologie (11.–12. Juni 2026) in Winterthur teil und hielt den Vortrag „Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und Care für ältere Menschen – Umgang mit einer wenig sichtbaren Vulnerabilität am Arbeitsplatz”.
Pflegeleitfaden für Menschen mit schwerem ME/CFS
Das Team der Stiftungsprofessur Pflegewissenschaft entwickelte gemeinsam mit der Abteilung Primary Care Medicine und der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS einen Pflegeleitfaden für Menschen mit schwerem ME/CFS in der häuslichen Versorgung (abrufbar unter https://link.springer.com/article/10.1007/s10354-026-01155-6). Ziel des Leitfadens ist es, sowohl pflegende Angehörige als auch Gesundheitsberufe bei der bedarfsgerechten Versorgung von Menschen mit schwerem ME/CFS zu unterstützen.
Der Pflegeleitfaden wurde im Rahmen des „Vernetzungstreffens Pflege & Soziales: Versorgung von Menschen mit PAIS und ME/CFS“ am 16. April 2026 im Van-Swieten-Saal der Medizinischen Universität Wien vorgestellt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter/innen aus Pflege, Medizin, Sozialbereich, Wissenschaft und öffentlichen Versorgungseinrichtungen aktuelle Herausforderungen sowie zukünftige Perspektiven für die Versorgung von Menschen mit PAIS und ME/CFS (Aufzeichnungen zur Veranstaltung sind abrufbar unter https://www.postviral.at/events/detail/vernetzungstreffen-pflege-soziales-versorgung-von-menschen-mit-pais-und-me-cfs)
Personalia: Wir gratulieren!
Jacob Roth verteidigte seine Masterarbeit am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien mit dem Titel „‚Dieser Puzzlestein war anscheinend ein Meilenstein‘ – Zur Beteiligung von Pflegefachpersonen an der klinischen Ethikberatung“ mit ausgezeichnetem Erfolg.
Charlotte Dötig verteidigte ihre Dissertation „Gesundheit im Zusammenspiel von Erwerbstätigkeit und informal Care. Vereinbarung als Risiko und Chance“ im Fach Soziologie an der Universität Wien und schloss damit ihr Doktoratsstudium erfolgreich ab.
Wir gratulieren herzlich zu diesen wichtigen akademischen Erfolgen!
Suizidassistenz und Pflege: BBE in Wien
Welche ethischen Herausforderungen und Spannungsfelder ergeben sich im Zusammenhang mit der Praxis der Suizidassistenz für die der Pflege? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Best Brains Exchange: „Suizidassistenz und Pflege“, der von 2.-3. März im historischen Lesesaal des Josephinum in Wien stattgefunden hat. Der Einladung sind gut zwanzig Pflegefachpersonen aus den Bereichen Bildung, Versorgungspraxis, Interessensvertretung sowie Wissenschaft aus ganz Österreich gefolgt. Angeregt durch Impulse von Expertinnen und Experten zu regulatorischen Rahmenbedingungen, Praxiserfahrungen sowie Forschungsstand aus Deutschland, der Schweiz und Österreich fand unter Leitung von Sabine Pleschberger ein transdiszipläner Austausch statt. Deutlich wurde, wie mannigfaltig die Implikationen der gesetzlichen Bestimmungen und ihrer Praxis für die Pflegeberufe sind. Dies steht im Gegensatz zu deren Sichtbarkeit in öffentlichen Debatten wie in Fachdiskursen.
Die Ergebnisse des Workshops werden zur Publikation in Fachzeitschriften aufbereitet. Für nähere Informationen kontaktieren Sie gerne: marlene.werner@meduniwien.ac.at
Teilnahme am EAPC-Kongress in Helsinki
Mit dem Titel "Effects of Legalization of Assisted Dying on Nursing Practice in Palliative Care: A Scoping Review" wurden von Marlene Werner und Sabine Pleschberger Ergebnisse einer Scoping review als Poster präsentiert, woraus sich spannende Diskussionen mit Perspektiven zur Kooperation in künftigen Forschungsvorhaben ergeben haben.
Unter dem Motto „Ready for the future“ fand diesjährigen Kongress der European Association for Palliative Care (EAPC) vom 29. – 31. Mai 2025 in Helsinki statt. Für die 1700 Teilnehmer bot sich die Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch mit internationalen Kolleg:innen und zur Diskussion aktueller und zukünftiger Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Palliative Care. Im Zentrum standen dabei die Folgen des demografischen Wandels, Fragen von Chancengleichheit und Inklusion. Die eingebrachten globalen Perspektiven machten deutlich, wie unterschiedlich die Bedürfnisse am Lebensende sein können, und wie wichtig es ist, dass sich Versorgung und Forschung an diesen vielfältigen Anforderungen orientiert. Deutlich wurde, dass Pflege jedenfalls eine zentrale Rolle dabei spielt, Menschen ein gutes und würdiges Lebensende zu ermöglichen.
UNIQUE Talk: Gesundheit in Wien - Chancen und Herausforderungen
In der Reihe „Unique-Talk“ fand am 7. April 2025 fand im Ringturm eine Diskussion zum Thema „Gesundheit in Wien – Chancen und Herausforderungen“ statt, an der Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn (Internist und ORF-Gesundheits-experte), Mag. Elisabeth Potzmann (Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands), sowie Univ.-Prof. Dr. Sabine Pleschberger, Stiftungsprofessur Pflegewissenschaft an der MedUni Wien mitwirkten. Unter Moderation von Gerald Groß konnten sowohl die Herausforderungen durch steigende Anforderungen an das System, den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel beleuchtet werden, als auch zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Wien mit stärkerer Berücksichtigung der Pflege(wissenschaft) aufzeigt werden.
Fotos über die Veranstaltung: https://www.unique-relations.at/news/unique-talk-gesundheit-in-wien-chancen-und-herausforderungen/
Erfolg am Pflegekongress24
Das Poster „Im Spannungsfeld zwischen Sterbewünschen und assistiertem Suizid. Eine qualitative Studie zu Pflegenden in der Langzeitpflege“ hat beim Pflegekongress24 den 1. Platz erreicht. Das Poster wurde von unserer Praedoc-Mitarbeiterin, Marlene Werner, BSc MSc präsentiert.
Der Pflegekongress24, eine der renommiertesten Veranstaltungen für Fachkräfte aus der Pflege, fand dieses Jahr in Wien statt und bot zahlreiche Vorträge, Posterpräsentationen und Workshops zu aktuellen Themen in der Pflegewissenschaft und -praxis.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Jury des Pflegenetz-Teams für die Anerkennung dieses wichtigen Themas sowie an die Co-Autorinnen Assoc. Prof. Dr. Katharina Heimerl, MPH und Univ. Prof. Dr. Sabine Pleschberger, MPH für ihre wertvolle Zusammenarbeit.
Dieser Erfolg zeigt die Bedeutung der Forschung zu ethischen und praktischen Herausforderungen in der Langzeitpflege und unterstreicht die Relevanz, Pflegende in schwierigen Entscheidungssituationen zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, die Ergebnisse der Studie weiterhin mit Fachkreisen zu teilen und in den Diskurs einzubringen.
Antrittsvorlesung an der Meduni Wien
Univ. Prof. Dr. Sabine Pleschberger, MPH, neue Professorin für Pflegewissenschaft an der Medizinischen Universität Wien, thematisierte in ihrer Antrittsvorlesung die wachsende Pflegekrise und die Bedeutung wissenschaftlicher Lösungen. Sie hob hervor, dass die Kluft zwischen Pflegebedarf und personellen Ressourcen in Österreich zunehmend größer wird. Unterstützt durch eine mit 1,5 Mio. Euro finanzierte Stiftungsprofessur vom Verein „PflegerIn mit Herz“, sollen innovative Ansätze für ein zukunftsfähiges Pflegesystem entwickelt werden.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die transdisziplinäre Forschung, die Praxis und Wissenschaft verknüpft. Besondere Beachtung finden die Themen End-of-life-Care und Pflege älterer Menschen in häuslichem Umfeld. Frau Prof. Pleschberger betont, dass die Pflegewissenschaft gemeinsam mit der Pflegepraxis entwickelt werden muss, um praxisnahe Lösungen zu bieten.
Zusätzlich beleuchtet sie die historische und gesellschaftliche Marginalisierung von Pflege und Pflegebedürftigkeit. Die Anerkennung der Pflege als wissenschaftliche Disziplin sei unerlässlich, um langfristig qualitätsvolle Pflege sicherzustellen. Pleschberger fordert einen gesellschaftlichen Dialog, um die Bedeutung von Pflege und Altern stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1238/aom
Link zum Artikel: https://science.apa.at/power-search/263336530569834398
Fotos über die Veranstaltung: https://www.flickr.com/photos/meduniwien/albums/72177720320748821/with/54033698282