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eHealth in der Primärversorgung

Abteilung für Primary Care Medicine

Der Forschungsschwerpunkt eHealth in der Primärversorgung ist ein relativ neuer, aber in der aktuellen Situation umso wichtiger Forschungsschwerpunkt der Abteilung.

Das österreichische Primärversorgungssystem, sowie das gesamte Gesundheitssystem, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die sich in den kommenden Jahren noch verschärfen werden. Eines der drängendsten Probleme ist der zunehmend begrenzte Zugang zu einer fachkundigen Versorgung im öffentlichen System, insbesondere in ländlichen und unterversorgten Gebieten. Diese zunehmende Ungleichheit beim Zugang zur Gesundheitsversorgung wird durch die zunehmende Arbeitsbelastung der verbleibenden Angehörigen der Gesundheits- und Sozialberufe noch verschärft, da sie damit zu kämpfen haben, die komplexen und wachsenden Anliegen ihrer Patient:innen zu erfüllen. Da die Bevölkerung in Österreich tendentiell älter wird, jedoch ohne einen Zuwachs bei der Lebenserwartung in Gesundheit, und chronische Erkrankungen zunehmen, ist zu erwarten, dass auch der Bedarf an Pflege weiter steigen wird, was einen zusätzlichen Druck auf das ohnehin schon angespannte Gesundheitssystem ausübt.

Die Dringlichkeit dieser Herausforderungen verlangt nach innovativen Lösungen, die dazu beitragen können, die Landschaft der Primärversorgung zu verändern. Die Nachfrage nach fortschrittlichen Technologien und zur Verbesserung der Patient:innenoutcomes ist so hoch wie nie zuvor. Durch den Einsatz neuer Instrumente und Methoden kann das österreichische Gesundheitssystem seine Fähigkeit verbessern, seinen Bürger:innen eine hochwertige Versorgung zu bieten. Dadurch wird nicht nur das Gesundheitspersonal entlastet, sondern auch sichergestellt, dass die Patient:innen die rechtzeitige und wirksame Behandlung erhalten, die sie verdienen. In diesem Zusammenhang bietet die Integration fortschrittlicher Technologien, wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, einen vielversprechenden Weg, um die medizinische Grundversorgung in Österreich zu revolutionieren, allerdings nur wenn die Möglichkeiten und Potential erkannt, Innovationen gefördert und die Implementierung wissenschaftlich begleitet wird.

Wir beforschen derzeit:

  • Videokonsultation
  • Telemonitoring
  • DiGas und HealthApps
  • Large Language Models wie ChatGPT

Ansprechpartner als Fachbereichsleiter für eHealth

Dr.BA Florian O. Stummer, MPH, MBA 

e-mail: florian.stummer@meduniwien.ac.at

zusammen mit:

Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Kathryn Hoffmann, MPH

Ein paar Highlights zuerst

LLMs
©Kathryn Hoffmann
©Kathryn Hoffmann
©Kathryn Hoffmann

Large Language Model in Primary Care Medicine

Großartiger Beitrag von Dr. Stummer im Rahmen der EFPC-Konference in Barcelona: https://euprimarycare.org/

Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: https://www.linkedin.com/posts/florianstummer_efpc-chatgpt-ai-activity-7110164903973265408-xduC?utm_source=share&utm_medium=member_desktop

Als Ergebnis dieses Beitrag wurde Dr. Stummer ad hoc eingeladen eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema für das European Forum for Primary Care zu gründen!

Clinical Language Models (CLM)

Bis 2025 wollen wir in Österreich 120 Primärversorgungszentren errichtet haben. Dies wäre die einzigartige Gelegenheit die dringend notwendige Digitization und Digitalization parallel voranzutreiben. Gerade die reibungslose Kommunikation zwischen Primärversorgungszentren (bzw. grundsätzlich von Primärversorger:innen) und Krankenhäusern wird ein Schlüsselelement für die Neuausrichtung des Gesundheitssystems in die nächste Dekade sein. Und genau hier kommen Clinical Language Models (CLM) ins Spiel:

https://www.linkedin.com/posts/florianstummer_primarycaremedicine-clinicallanguagemodels-activity-7112332441284931584-JuWN?utm_source=share&utm_medium=member_desktop

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Von Digitalisierung im Gesundheitswesen profitieren alle. Worauf wartet Österreich?

https://www.derstandard.at/story/3000000184639/von-digitalisierung-im-gesundheitswesen-profitieren-alle-worauf-wartet-oesterreich

In Österreich fehlt eine einheitliche nationale Digitalisierungsstrategie

https://www.ingo-news.at/gesundheitspolitik/florian-stummer-interview.html

 

Lehre

Wahlfach eHealth in der Primärversorgung

Für Studierende des Humanmedizin Curriculums wird ein Wahlfach mit dem Titel „eHealth in der Primärversorgung“ angeboten. Zur Anmeldung gelangen Sie mittels CampusOnline der Med. Universität Wien. Nächster Termin ist WiSe 2023/24.

Inhalte sind: Geschichte, HealthApps und DIGAs, Videokonsultationen, Ärzt:innen-Software und deren Rolle bei ELGA, ELGA, ChatGPT und LLMs, kleine Einführung ins Prompt Engineering und Programmieren.

Lehrveranstaltung ChatGPT

Eine Lehrveranstaltung zu ChatGPT: Chancen, Grenzen und Gefahren in der Medizin & Wissenschaft ist in Ausarbeitung für das WiSe 2023/24 im Rahmen vom Public Health Block und dem KPJ-Exzellenzprogramm Allgemeinmedizin.

Projekte

© Andrey_Suslov/Shutterstock.com

Systematic Review zu Chancen, Grenzen und Gefahren von Large Language Models in der Primärversorgung

Nutzung von Health Apps für Contact Tracing and Vaccination Cerificates während der SARS-CoV-2 Pandemie in Europa

--> siehe Eurodata study

Nutzung von Videokonsultationen in der Primärversorgung in Österreich

--> siehe  Pricov-19 study

--> siehe CovFIT study

In Österreich war die Verwendung von Videokonsultationen im Primärversorgungssektor bis ins Jahr 2020 kaum existent und bis März 2020 durch unterschiedlichste Hürden auf Seite der Krankenkassen und Ärztekammern für die Anwendung im öffentlichen Gesundheitssystem kaum vorstellbar. Durch die Notwendigkeit im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie Patient:innen vermehrt zuhause sicher zu betreuen, um gegenseitige Ansteckung zu vermeiden, kam es jedoch auch hier zu ersten Schritten. Eine erfolgreiche Implementierung eines Videokonsultations-Programms erfordert jedoch die Berücksichtigung des Zusammenspiels zwischen organisatorischen, technischen, regulatorischen, finanziellen, klinischen und sozialen Faktoren und darüber hinaus wie anwendende Organisationen dieses Zusammenspiel durch effektive Prozesse steuern können. Im Rahmen der genannten Projekte erforschen wird den Status quo in Österreich.

Mixed-method Studie zur Nutzung von Videokonsultation in der psychologischen Methodik, Beratung und Behandlung

Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesverband Österreichischer Psycholog:innen und der Abteilung Primary Care Medicine der MedUni Wien.

NachwuchsmedizinerInnenbefragung zu telemedizinischer Betreuung und Behandlung

Projektinitiatorin und Projektkoordination: Donau Universität Krems, Research Lab Society in Transition, Schwerpunkt Gesundheit und Gesellschaft, Mag.a Dr.in Christina Hainzl MSc, Isabella Juen, MA

Projektgremium und Institutionen:

Medizinische Universität Innsbruck (Vizerektor Univ .Prof. Dr. Peter Loidl), Medizinische Universität Graz (Univ. Prof. Dr. med. Siebenhofer-Kroitzsch), Medizinische Universität Wien (Univ. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kathryn Hoffmann, MPH), Medizinische Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz (Florian Stummer, MPH, MBA, MCHL)

Ziel der Befragung ist es die Einstellungen von Medizinstudierenden zu telemedizinscher Betreuung und Behandlung kennenzulernen. Die Befragung soll in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um vergleichbare Daten zu generieren und so Entwicklungen datenbasiert abbilden zu können. Das Projekt folgt einem interdisziplinären Zugang, in welchem sozialwissenschaftliche sowie Aspekte der medizinischen Versorgungsforschung berücksichtigt werden.

Latido – Telemedizin

Dieses Projekt wurde gefördert von Latido Health Tech GmbH

Projektleitung MedUni Wien: Prof. Dr. Kathryn Hoffmann, MPH

Ergebnis dieses Projektes war ein Systematic Literature Review zum Thema: Videokonsultation in der allgemeinmedizinischen Versorgung (im Wahlarztsektor).

Der Bericht ist hier zugänglich.

Die intelligente Ordinationssoftware (LATIDO)

Dieses Projekt wurde gefördert von Latido Health Tech GmbH

Projektleitung MedUni Wien: Prof. Dr.  Kathryn Hoffmann, MPH

Ziel war die Beratung bei einer neuartigen Strukturierung der Patientenkartei (strukturierte Datenerfassung, Vorgaben für Datenstruktur, Codierung, Medizinische Episoden, Usability, Patient:innenübergreifende Suchfunktionen etc.).