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Abteilung für Medizinische Psychologie bei der langen Nacht der Forschung am 24.04.2026

Punkt 17:00 Uhr strömten die ersten Besucher:innen in den Kursraum 10 ( Ebene / Hörsaalzentrum AKH) um selbst zu erleben, wie man komplexe Botschaften verständlich vermittelt, Emotionen wahrnimmt und persönlichen kommunikativen Herausforderungen begegnet.

Im Rollenspiel mit einer professionellen Schauspielerin konnten die Besucher:innen  ihre kommunikativen Kompetenzen praxisnah erproben und erweitern. Es war mir eine große Freude, dafür den passenden Rahmen zu schaffen und die Teilnehmer:innen hinsichtlich der Entwicklung ihrer kommunikativen Kompetenzen professionell zu unterstützen. Die Besucher:innen kamen aus unterschiedlichen Bereichen: Pflegekräfte gingen beispielsweise auf die emotionalen Bedürfnisse von Patient:innen ein, Techniker:innen erklärten komplexe Sachverhalte verständlich und nachvollziehbar, Physiotherapeutinnen motivierten zur Durchführung der Übungsprogramme und Juristinnen, Wirtschaftstreibende sowie Studierende der Medizin stellten sich ihren persönlichen und beruflichen kommunikativen Herausforderungen. Auch das Thema Palliativmedizin wurde aufgegriffen und reflektiert – inklusive der Frage, welche Rolle Kommunikation dabei spielt.

Vor dem Kursraum gab es spannende Spiele und informative Einblicke: Paul Pürcher von der Abteilung Medizinische Psychologie sowie die Mitarbeiter:innen von Open Science und der Gesundheit Österreich informierten über die Bedeutung der Gesprächsqualität im Gesundheitssystem, spannende Angebote, die Bedeutung der Kommunikation in der Palliativmedizin und das umfangreiche Lehrangebot der Abteilung für Medizinische Psychologie zum Thema Kompetenzerwerb hinsichtlich ärztlicher Kommunikation. Das Interesse der Besucher:innen machte deutlich, wie groß der Bedarf nach qualifizierten Angeboten zur Verbesserung der Gesprächsqualität im Allgemeinen und spezifisch im Gesundheitsbereich ist. Ich bin froh und dankbar, dazu einen Beitrag leisten zu dürfen. Es hat mich tief berührt, wie konzentriert und engagiert sich die Besucher:innen beteiligt haben. Trotz der teils schwierigen Themen war die Stimmung entspannt und fröhlich. Die wichtigsten Take home Punkte für die Besucher:innen waren, wie man mit starken Emotionen effektiv und patient:innenzentriert umgehen kann, welche Bedeutung das aktive Zuhören hat, dass weniger Worte oft mehr bewirken und wie schwer und gleichzeitig wirksam es ist eine Gesprächspause auszuhalten. 

Um 23:00 Uhr endete die Veranstaltung trotz eines weiterhin lebhaften Besucherstroms; die Energie war noch lange spürbar. 

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Beteiligten und allen Besucher:innen für die gewinnbringende und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

 

Birgit Hladschik-Kermer ( Leiterin Abteilung für medizinische Psychologie, Zentrum für Public Health)